Bevor ein Raum aktiv gestaltet wird, sollte man die wichtigsten Regeln der Raumgestaltung kennen. Raumgestaltung sind gute Proportionen. Dabei sind Wände, Decke und Boden die Grundelemente, aus denen Räume bestehen und dementsprechend aufgrund ihrer großen Fläche von großer Bedeutung. Solange sie in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen, wirkt der Raum harmonisch. Doch wie entsteht dieses ausgewogene Verhältnis, wenn man nicht gerade neu baut? Dann muss man sich mit der vorhandenen Raumaufteilung und -struktur zufrieden geben. Der Trick für einen Raum ohne Model-Maß ist, die Stärken zu betonen und von Schwächen abzulenken.

Proportionencheckliste
Es hilft, einige Punkte systematisch abzuhaken:

1. Ist die Decke hoch genug?
2. Sind die Fenster harmonisch proportioniert?
3. Liegen die Türen richtig?
4. Sind Nischen und Vorsprünge gut positioniert?
5. Bleibt genug Stellfläche?
6. Wie sieht der Fußbodenbelag aus?
7. Wie sollte der Boden denn aussehen?

Wie ein Raum insgesamt wirkt, entscheidet wesentlich der Bodenbelag. Deshalb sollte er bei der Raumgestaltung mit besonderer Aufmerksamkeit bedacht werden. Ob Teppich, Fliesen oder Holzparkett – der Bodenbelag prägt den Charakter des Raumes maßgeblich. Außerdem spielen neben stilistischen Vorlieben auch die Art und Weise der Nutzung eine wichtige Rolle: Mit dem Boden werden Zonen definiert und Grenzen aufgezeigt. Aktive Bereiche verlangen harte Böden, Teppich betont die ruhigeren Areale wie Wohn- oder Schlafzimmer.

Welche Funktion haben die Wände?
In erster Linie übernehmen Wände eine dekorative Rolle, wenn es um Wandfarben und Tapeten geht. Sie können einen Raum aber auch unvorteilhaft zergliedern. Doch hierfür gibt es längst Tipps und Tricks dem entgegen zu wirken. Insbesondere eine gute Raumgestaltung kann solche Schwachstellen kaschieren: Eine Tür, die man nicht braucht, wird durch ein davor gesetztes Regal unsichtbar. Zu niedrige oder unterschiedlich hohe Fenster lassen sich kaschieren, indem man Raffrollos auf gleicher Höhe anbringt und sie bis zur Fensteröffnung hinunterlässt.

Worauf sollte ich bei Decken achten?
Die Zimmerdecke ist bei der Raumgestaltung insofern wichtig, als sie die größte Fläche im Raum ist, die für gewöhnlich von nichts verdeckt wird. Durch hellere Farben wirkt der Raum optisch größer. Durch eine Holzvertäfelung zum Beispiel kann er allerdings auch wesentlich kleiner wirken. Es gilt: Je heller die Decke ist, desto höher scheint sie. Wenn man Wände und Decke einheitlich streicht, hat das ebenfalls einen vergrößernden Effekt. Auch hohe Türen lassen die Decke höher wirken.

Quellen:
Schöner wohnen #1 und #2