Wir haben nachfolgend einige Punkte zusammengestellt, die uns bei den bisherigen Einsendungen aufgefallen sind und die Sie bei der Kinderzimmergestaltung beachten sollten.

Den richtigen Raum wählen

Klar, ein Baby braucht am Anfang nicht allzu viel Platz. Doch beachten Sie schon bei der frühen Planung des Kinderzimmers das mit dem Alter auch die Ansprüche Ihrer Kleinen an ihr eigenes Reich steigen. Wenn Sie nach den ersten Lebensmonaten oder –jahren keinen internen Umzug vornehmen möchten, sollte der Raum groß genug sein um vom Baby bis zum Teenager allen Ansprüchen und Veränderungen gerecht zu werden.

Den passenden Bodenbelag finden

An kaum einen anderen Boden in unserem Haus stellen wir so viele unterschiedliche Ansprüche, wie an den Kinderzimmerboden. Er braucht eine Oberfläche die sich gut anfühlt, denn gerade im Baby- und Kleinkindalter haben unsere Jüngsten viel direkten Körperkontakt mit der Oberfläche. Gleichzeitig soll er möglichst stabil und robust sein, denn von Bauklötzen über Spielzeugautos bis zum Schreibtischstuhl warten viele Herausforderungen auf den Boden. Dass es sich dabei um einen möglichst unempfindlichen Bodenbelag handeln soll, versteht sich von selbst.

Ideal ist ein in vielfältigen Varianten wählbarer Vinylboden, auf dem auch gerne mal ein Eimer Wasser umgekippt werden darf. Vollflächig verlegter Teppich, der schnell schmutzig aussehen kann, anfälliges Laminat, das nach umgekippter Flüssigkeit aufquillt oder hochwertiges Parkett, das nach Bobbycar-Attacken aufwendig abgeschliffen werden muss, sind Alternativen, die genau überlegt werden sollten. Egal für was Sie sich entscheiden, die Frage nach der Abriebfestigkeit sollten Sie in der Fachberatung auf jeden Fall stellen.

Die Wände gestalten

Die farbliche Gestaltung eines Kinderzimmers sollte freundlich, hell und warm sein. Sie gibt Ihrem Kind ein Gefühl von Ruhe, Sicherheit und Geborgenheit. In ein solches Raumkonzept passen Pastelltöne hervorragend. Leuchtende und kräftige Farben sollten hingegen nur eingesetzt werden, wenn der Farbton nicht anregend ist, damit sich Ihr kleiner Wirbelwind nicht in einen „Tornado“ verwandelt. Möchten Sie die ruhige Atmosphäre etwas aufbrechen, so machen Sie dies ganz einfach mit bunten Kissen, farbigen Kuscheltieren und Spielsachen oder auffälligen Ordnungsboxen.

Großflächigere Akzente setzen Sie durch eine Highlight-Tapete oder Bordüre. Möchten Sie ein solches Element im Kinderzimmer verwenden, treffen Sie erst die Auswahl für eine geeignete Tapete oder Bordüre, darauf aufbauend können Sie die weitere Farbgestaltung des Zimmers planen.

Die Gestaltung der Wände soll schnell änderbar sein?

Wandtattoos und Klebesticker verändern die Optik des Kinderzimmers im Nu und lassen sich bei Bedarf rückstandslos entfernen.

Einen durchgängigen Stil finden

Wie in anderen Räumen auch, neigen viele Menschen dazu, Farben, Materialien und auch Einrichtungsgegenstände leidglich einzeln zu betrachten und nach Gefallen auszuwählen. Ebenso wichtig ist es aber, dass diese alle zueinander passen. Lassen Sie sich dabei Zeit. Wählen Sie zunächst die Gestaltung der Raumoberflächen aus (Wände, Böden, Decken, Schalter) und stellen Sie den Raum fertig. Betrachten Sie anschließend den leeren, fertig renovierten Raum und setzen Sie sich z.B. auf einem Stuhl eine Weile hinein. Ihr Bauchgefühl wird Ihnen sagen, wo welche Möbel am Besten stehen sollen. Gehen Sie diese dann in Ruhe, passend zur gestalteten Raumatmosphäre, auswählen – und zwar unbedingt auch unter Nutzungsaspekten und nicht (nur) nach dem Aussehen und Design. Wenn Sie die Basics dann ausgewählt haben, suchen Sie liebevoll die Details wie Accessoires und Dekoration aus. Und bleiben Sie dabei im Stil, den Sie gewählt haben.

Das Themen-Zimmer

Ab einem gewissen Alter werden thematische Zimmer für Kinder besonders interessant. Da findet man ganz klassisch z.B. ein Piratenzimmer bei den Jungs oder Prinzessinnenzimmer bei den Mädchen. Darüber hinaus sind keine Grenzen gesetzt – ob Dschungelzimmer oder Pferderanch, lassen Sie der Fantasie Ihrer Kinder freien Lauf. Die Umsetzung liegt ja schließlich in Ihren Händen und oft lässt sich das Thema eines Raumes schon durch eine neue Wandfarbe und entsprechende Accessoires beeinflussen. Von größeren Bauvorhaben á la Bauwagenbett und Lianenbaum sollten Sie evtl. Abstand nehmen, wenn Ihr Nachwuchs sehr sprunghaft ist. Diese Installationen sind häufig teuer, lassen sich oft nur aufwändig wieder abbauen und bringen möglicherweise eine größere Renovierung mit sich.

Die Sicherheit groß schreiben

Das Thema Sicherheit ist ein großes und wichtiges, gerade wenn es um unsere Kinder geht. Um das Kinderzimmer sicher zu gestalten, machen Sie einfach selbst den Test: gehen Sie in die Knie und schauen Sie mit Kinderaugen durch den Raum: wo müssen Möbel kippsicher montiert und deren Kanten gepolstert werden? Wo helfen Ordnungssysteme beim Aufräumen und dadurch Stolperfallen zu vermeiden? Wo sollten Kindersicherungen in  Steckdosen ergänzt und Kabel vom z.B. Kassettenrekorder etc. fest montiert werden? Vergessen Sie auch nicht die Fenster und ggf. Balkontüren zu sichern. Ein Schlummerlicht für die Nacht hilft den Kleinen, sich auch im Dunkeln zurecht zu finden, wenn sie gerade auf dem Weg ins elterliche Schlafzimmer sind.

Den Schadstoffen Lebewohl sagen

Weichmacher, Lösemittel, Holzschutzmittel – es gibt vieles, was für den menschlichen Organismus schädlich ist, ganz besonders für die Kleinen, auch wenn verwendete Materialien heute sehr viel umweltverträglicher sind als früher.

Wenn Sie mit der Renovierung des Kinderzimmers beginnen, sorgen Sie dafür, dass Ihre Kinder bei Freunden oder ihren Großeltern untergebracht sind. Farbdämpfe und Ausdünstungen neuer Materialien sind so gut wie nicht zu vermeiden. Da Kinder auf sie sehr sensibel reagieren, sollten sie in der ersten Zeit nicht in ihrem frisch renovierten Zimmer schlafen bis sich der Geruch durch z.B. intensives Lüften neutralisiert hat.

Achten Sie bei der Auswahl der Materialien, insbesondere auch der Verarbeitungsmaterialien wie Farben und Kleber auf Schadstofffreiheit und Umweltverträglichkeit. Generell gilt, qualitativ hochwertige Produkte sind geprüft und entsprechend gekennzeichnet, z.B. durch den „Blauen Engel“.

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