Wenn das Wetter schon nicht für weihnachtliche Stimmung sorgen kann, kann vielleicht wenigstens ein gemütliches Feuer, um das man sich versammeln kann, das Gefühl von Winter und Weihnachten bereiten. Was vielen nicht klar ist, ist dass es mittlerweile ein großes Angebot an unterschiedlichen Kaminarten gibt, die je nach Ausführungsart sogar einen Umzug mitmachen oder in das Heizsystem integriert werden können. Doch bevor man sich um das Aussuchen des passenden Models kümmert, gibt es einige Dinge, die man unbedingt beachten sollte:

1. Für einen Kamin brauchen Sie einen Abzug
Der Schornstein muss vom Schornsteinfeger abgenommen werden. Sie können sich jedoch auch vom Schornsteinfeger beraten lassen, wo der beste Standort für den Kamin ist oder wie die genauen Anforderungen an den Schornstein sind.

2. Der Untergrund darf nicht brennbar sein
Ein Boden wie Teppichboden, Laminat oder Parkett könnte sich durch Funkenflug entzünden. Daher darf der Kamin ausschließlich auf feuerfesten Funken – Schutzplatten stehen. Die Platte muss an den Seiten 30 cm und von vorne 50 cm größer sein als der Ofen. Es gibt Funken-Schutzplatten nicht nur aus Glas, sondern beispielsweise aus Edelstahl, Schiefer oder Granit. So kann man sicherlich das passende für den eigenen Boden finden. Achten Sie darauf, dass auch andere brennbare Gegenstände oder die Wand/ Decke ausreichend Abstand zum Schornstein haben.

3. Offene Kamine erzeugen Feinstaubemissionen
Zwar sind offene Kamine bei gelegentlicher Nutzung noch zulässig, doch die Anforderungen an den Ausstoß von Feinstaub und den Wirkungsgrad sind sehr hoch und werden bis 2025 noch steigen.

Welche Kaminart ist für mich die richtige?
ID-100207878Auch geschlossene Kamine können das Gefühl geben, man säße am romantischen Lagerfeuer. Es gibt Kamine, die aussehen, als wären sie eins mit der Wand, Kamine die als einzelnes Element etwas von der Wand entfernt stehen oder sogar hängende Kamine, die dadurch noch freier im Raum platziert werden können. Scheinbar in die Wand verbaute Kamine können entweder kleine Glasfronten haben oder extra große Scheiben mit Panoramaeffekt. Sie können übers Eck oder sogar über drei Seiten gehen. Bei Kaminen, die zu drei Seiten Spezialglas aus Glaskeramik haben, entsteht noch mehr der Eindruck des offenen Feuers. Sie können auf ganz andere Weise im Raum platziert werden und so auch als eine Art Raumtrenner genutzt werden.

Dänische Kamine sind die Weiterentwicklung des klassischen Ofens und haben ein größeres Sichtfenster. Es gibt ein großes Angebot auf dem Markt, bei dem man aussuchen kann zwischen Kaminen zum drehen oder mit weiterer Heizplatte. Man kann diese Kamine mit Pellets, Gas, Holz und Braun- oder Steinkohle befeuern und da sie nicht fest verbaut sind, kann man sie bei einem Umzug auch mitnehmen.

Hängende oder schwebende Kamine sind besonders vorteilhaft, da sie nicht immer an einer Wandseite oder in der Nähe von einer Wand angebracht werden müssen. Durch den Abstand zum Boden sind sie auch sicherer, wenn Kinder oder Tiere im Haus sind, da so die Verbrennungsgefahr zumindest etwas geringer ist.

Man kann Kamine jedoch auch für mehr nutzen als für die Beheizung eines einzelnen Raumes: So kann man einen Kamin, der mit Pellets genutzt wird auch an die Warmwasserversorung anschließen und so auch zum Heizen nutzen. Da die Frontscheibe bei solchen Kaminen kleiner ausfällt, wirkt dieser weniger gemütlich, doch er schon die Umwelt und die Haushaltskasse. Alternativ kann man auch einen Gaskamin, der sowohl mit Erdgas, als auch mit Propangas betrieben werden kann, nutzen und als Lüftungsheizung das ganze Haus damit versorgen. Gaskamine erzeugen keinen Feinstaub und haben in der Regel einen höheren Wirkungsgrad. Auch Kachelöfen haben einen enorm hohen Wirkungsgrad. Durch seine Bauart gibt der Kachelofen gleichmäßig Strahlungswärme an den Raum ab und ist auch lange nachdem das Feuer erloschen ist noch warm. Dadurch entsteht eine sehr behagliche Wärme.

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