Im September 2010 hat Jürgen Grölle seine pass:projects in einer Industriehalle an der Friedrich-Ebert- Straße in Elberfeld eröffnet: eine Galerie, die weit mehr als ein konventioneller Ausstellungsraum ist. pass:projects – das meinte von Anfang an komplexe Bezugnahmen, die sich trotz konsequenter Abläufe Spontaneität und Neugierde bewahren. Naheliegend ist, dass zwei Künstler in einer gemeinsamen Ausstellung aufeinander reagieren. Oder dass sich die Ausstellungen ergänzen und spätere Schauen frühere Ideen wieder aufgreifen.

 

Das Dialogische meint bei den pass:projects auch Kommunikation als sozialen Vorgang, weit über die Gespräche bei Vernissagen und Finissagen hinaus. So hat Jürgen Grölle einen jour fixe in der Galerie eingeführt und organisiert weitere, teils direkt auf die Ausstellungen bezogene Veranstaltungen. Es finden Konzerte und Filmvorführungen statt, auch mit den Künstlern selbst (etwa mit Jürgen Palmtag, Chris Dreier und mit Alice Musiol) jeweils in ihren Ausstellungen.

Die Kunst ist Teil der Gesellschaft und umgekehrt. Dazu passt natürlich, dass Jürgen Grölle hier Kurse mit therapeutischem oder integrativem Hintergrund mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus gesellschaftlichen Randgruppen durchführt.

Quelle: Galerie Grölle