Die Technik entwickelt sich fortlaufend. Unser Lebensumfeld wird immer digitaler, der Trend geht nach den Ausstellern der Kölner Möbelmesse dahin, dass auch das Wohnzimmer bald multimedial gestaltet wird.

Mit diesem Thema setzte sich auch die Berliner Künstlerin Isabel Kerkermeier auseinander. Ihre Arbeiten thematisieren immer Raum. Kerkermeiers Rauminterventionen versetzen den Betrachter in eine digitale Zwischenwelt aus Kabelsalat und Grafikfehlern. Allerdings sind Kerkermeiers Arbeiten alles andere als digital, sie sind plastisch, greifbar und echt. Den Tiefeneffekt schafft sie durch teilweise veränderte Materialien, die sie mit post-abstrakten und eigentümlich linearen Collagen aufwertet. Dadurch wirken ihre Arbeiten oft futuristisch. Sie setzen einerseits einen Kontrast zu der perfekten, digitalen Welt und passen dennoch perfekt in unsere multimedialen Räume. Ein Blickfang und Highlight in allem Animierten. So kann ein Augenblick des Staunens und Innehaltens eine Auszeit zum schnelllebigen Alltag sein.

Quelle: Grölle