Immer wieder wird in vielen Haushalten das Thema Küchenausstattung auf die leichte Schulter genommen. Eine gut ausgestattete Küche gibt es zwar nicht umsonst, ist aber dennoch wichtig.

Johann Lafer – Sternekoch, TV-Koch und Leiter der Kochschule Table d’Or – weiß aufgrund jahrelanger Erfahrung worauf es ankommt und empfiehlt die Anschaffung wirklich guter Küchengeräte, jedoch nur solche, die man auch tatsächlich braucht und benutzt. Dazu sollte man sich zuerst klarmachen, was man eigentlich in der Küche machen möchte. Sind es morgens lediglich die Schulbrote für die Kinder oder möchte ich gerne ausgiebig kochen? Im Anschluss daran kann man anfangen sich Gedanken darüber zu machen, wie die eigene Küche geplant werden soll und was man darin alles braucht, um schnell, effektiv und erfolgreich kochen zu können.

Heutzutage ist die Küche weitaus mehr als ein Ort zum Kochen und Essen, sie ist laut Johann Lafer ein Wohlfühlraum. In vielen Haushalten findet man deshalb immer öfter großzügige Wohnküchen, in denen wichtige Aspekte des Wohlfühlens und Zusammenlebens stattfinden, denn schließlich gibt es dort „etwas Leckeres zu essen und zu trinken“.

Die Einbindung der Kinder in den Kochprozess liegt dem Sternekoch besonders am Herzen. Kinder sollten sehen und mitkriegen, wie das Essen zubereitet wird anstatt es einfach auf den Tisch gestellt zu bekommen. Dies hat eine „nachhaltige Wirkung und sorgt für Learning by Doing“. Im Haus des Spitzenkochs gab es zum Beispiel einen höhenverstellbaren Kochblock, an dem seine Kinder sitzen und den Eltern beim Kochen zuschauen konnten. Dies hatte für die Kinder einen großen Lerneffekt, welcher für die Zukunft sehr nützlich ist.

Viele Menschen neigen dazu Dinge zu sammeln und kaufen, was gerade auf den Markt kommt oder zum Sonderpreis angeboten wird. Letztendlich wird jedoch der größte Teil dieser Produkte nie benutzt. Aus diesem Grund sollte man sich laut Johann Lafer „einmal dazu entscheiden, extrem gute Dinge zu kaufen“ – passend zu dem Spruch „Wer billig kauft, kauft zweimal“. Handgeschmiedete Messer sind natürlich teurer als welche aus dem Supermarkt, dafür bleiben sie aber viel länger scharf und der Griff hält dem täglichen Gebrauch für längere Zeit stand. Auch eine Pfanne für wenige Euro überlebt nicht lange in der Küche, da der Boden schlechter verarbeitet ist und sich Griff und Beschichtung schnell ablösen.

Möchte man sich zunächst eine Erstausstattung anschaffen, rät Johann Lafer zu Folgendem: ein sehr gutes Topfset in gebräuchlichen Größen, sehr gute Messer und ein gutes Schneidebrett. So kann man auch gemeinsam mit der Familie oder mit Freunden kochen. Bei einer genaueren, gut durchdachten Planung der eigenen Küche sollte man zusätzlich auf kurze Wege, passende Arbeitshöhen und eine effiziente Platznutzung achten. Um Platz zu schaffen, bieten sich zum Beispiel tiefe Schubkästen und vergrößerte Korpusse an.

Eine individuell gestaltete Küche muss letztendlich nicht immer gleich ein Vermögen kosten, es gibt viele verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten, die auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt werden können.

 

Quelle: Gute Küchenausstattung gibt es nicht umsonst – Neues Traumheim, European Media Partner Januar 2017

 

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