Mein zweiwöchiges Schülerberufspraktikum habe ich hier, bei der makasa Ausbau GmbH absolviert. Ich bin Lissy Hentsch und gehe aufs Carl-Fuhlrott-Gymnasium in Wuppertal Cronenberg.

Im Zeitraum vom 22.01.2018 bis zum 02.02.2018 sollte ich ein Schülerpraktikum absolvieren. Schön und gut, doch nachdem ich schon im Sommer 2017 eine Zusage vorliegen hatte, wurde mir die Möglichkeit, diesen Platz anzutreten, spontan durch fehlende Zeit der Innenarchitektin genommen.

„Was ein Scheiß,“ dachte ich mir, „und das auch noch in der Klausurenphase und krank bin ich noch dazu“. Die Suche nach Innenarchitekturbüros im Raum Wuppertal gestaltete sich etwas schwierig. Denn das war mein eigentliches Ziel: Den Beruf eines Innenarchitekten kennen zu lernen, um entscheiden zu können ob das wirklich mein Traumberuf ist. Während meiner Suche im Internet stieß ich auf die Firma makasa. Das Renovierungs- und Ausbau-Unternehmen sprach mich sofort an und ich versuchte mein Glück mit einem Telefonat. Makasa ist ein Start-Up-Unternehmen, welches sich auf die Renovierung von Innenräumen privater Personen komplett aus einer Hand spezialisiert hat. Ich vereinbarte ein Bewerbungsgespräch für den nächsten Tag mit der Geschäftsleitung Sarah Schlesinger und war froh, so schnell auf etwas Interessantes gestoßen zu sein. In dem Bewerbungsgespräch, welches von mir aufgrund der sehr offenen und freundlichen Stimmung mehr als Kennlerngespräch aufgefasst wurde, wurde mir erklärt, dass das Praktikum sehr spontan sei aber ich trotzdem eine sinnvolle Aufgabe, wie zum Beispiel einen Blogeintrag wie diesen zu schreiben, bekommen sollte. Auch mein Lehrer freute sich für mich und lobte mein Engagement dafür, dass ich mich nicht hängen ließ und einfach meine Praktikumszeit bei meiner Mutter im Kindergarten verbrachte.

Zu den typischen Fragen, die man in seinem Praktikumsbericht beantworten sollte, gehört natürlich, wieso genau dieser Platz. Bei mir ist die Antwort darauf relativ simpel. Ich liebe es, etwas zu gestalten, ich zeichne gerne, arbeite am PC, genauso bin ich aber auch gerne mal unterwegs und nicht die ganze Zeit nur vor einem Monitor. Ich habe eine Stärke fürs Zeichnen und lasse mich von Zeitungen und Bildern zum Beispiel von Pinterest inspirieren um wahlweise mein Zimmer umzugestalten oder Bilder mit Acrylfarbe zu malen. Ich möchte in meiner Zukunft auf jeden Fall etwas Kreatives machen, wenn auch nur Klopapier mit Einhörnern designen.

Am Anfang hatte ich keine Vorstellung davon, wie mein Praktikum verlaufen könnte. Als ich am ersten Tag, wie es üblich ist, etwas überpünktlich, eintraf, wartete ich zunächst kurz auf meinen Ansprechpartner. Dann ging es auch schon gleich los. Mir wurde das Konzept von makasa erklärt und ich durfte Fragen stellen und mich umschauen. Später wurde mir vom Projektmanager des Unternehmens (Florian Zimmermann) der übliche Ablauf eines Projektes vom Kundenkontakt mit Einsicht in die Objektpläne über die Erstellung eines Konzeptes mit dazugehöriger Visualisierungen und deren erfolgreichen Umsetzung anhand durchgeführter Projekte gezeigt. Wir sprachen über Dinge, an denen man bei einer Renovierung nicht sparen sollte, wie zum Beispiel die Elektrik eines Hauses, da diese im Vergleich zum Ändern der Wandfarbe deutlich aufwendiger ist und nicht sichtbar im Baukörper verbaut wird. Auch wurde mir erklärt, welche Aufgaben während meiner zweiwöchigen Zeit auf mich zukommen würden. Danach durfte ich mir aber erstmal das Konzept eines neuen Projektes genauer angucken und durchlesen. Durch diese Bilder konnte ich mir leicht das zukünftige Eigenheim der Familie vorstellen, dies noch besser, als ich dann sogar am Donnerstag der gleichen Woche mit auf die Baustelle des Hauses durfte. Am ersten Tag wurden mir außerdem noch spezielle Tricks gezeigt, wie ich meinen Praktikumsbericht besser machen könnte und wie man sich allgemein das Leben mit Word leichter macht, denn sich mit dem PC auszukennen, ist wichtig in diesem Beruf. Ebenfalls unterhielt ich mich mit Sarah, der Chefin, darüber, wie ich mir meine Zukunft vorstellte und wir kamen zu dem Entschluss, dass der Job des Innenarchitekten eher weniger für mich geeignet sei, dies aber ja auch nicht schlimm ist, da man solche Erfahrungen auch mal machen sollte. Die nächsten zwei Tage arbeitete ich einen kompletten Stapel Zeitungen und Magazine durch, schnitt wichtige Artikel und Fotos aus und ordnete diese Themen, wie zum Beispiel Wohntrends, Bad und Küche, Zukunft im Eigenheim sowie Start-Ups zu.

Auf der Baustelle sprachen die Handwerker, der Architekt und der Bauleiter über verschiedene Probleme der Statistik. Ebenfalls wurden einige Unklarheiten bezüglich Dämmung und Raumaufteilung geklärt. Danach wurden die vorhandenen Räume des Hauses nochmals vermessen, wobei ich helfen durfte. Danach stand der Lehrerbesuch an und das Unternehmen war zum ersten und einzigen Mal vollbesetzt. Es wurden die typischen Fragen, wie: Fühlst du dich wohl?, Was sind deine Arbeitszeiten? Und was machst du so den ganzen Tag?, gestellt und beantwortet und meinem Lehrer wurde kurz von der Geschäftsführerin erklärt, was makasa ist. Danach arbeitete ich am Musterkatalog, sprich ich kopierte Bilder „aller“ Produkte und katalogisierte diese mit Artikelnummer und Name. Auch durfte ich mich in Marketingaufgaben etwas ausprobieren und so erstellte ich eine Pinterest-Pinnwand zum Thema Stuckdecken und -Wände. Diesen Beitrag mit einem kleinen Text, verlinkte ich bei Facebook. Auch wenn dies kein makasa-typischer Blogbeitrag ist, durfte ich mit diesem Text einen Blick hinter die Kulissen geben.

Zum Schluss ließ ich mich von den Musterkatalogen und -Wänden inspirieren und designte mir meine eigene Praktikumsmappe. Dies machte mir mit am meisten Spaß, da ich mich durch die Kataloge wühlte und mir die schönsten und passendsten Dinge rausschneiden konnte. Hier konnte ich zum Ende hin dann doch noch meine Leidenschaft fürs designen ausleben.

Naja kurzum: Ich arbeitete an meinem eigenen Blogeintrag, an meiner Praktikumsbericht-Mappe, die ich mithilfe von Böden-Mustern gestaltete und an verschiedenen Werbeeinträgen auf Pinterest und Facebook. Ich half den Mitarbeiten bei der Zusammenstellung von einem Musterkatalog, durfte mir ein Projekt live auf der Baustelle anschauen. Außerdem arbeitet ich diverse Zeitungen und Magazine auf der Suche nach aktuellen Trends und neuen Gestaltungsmöglichkeiten durch. Das typische Praktikanten „Kaffee kochen“ musste ich zum Glück nie. Ich durfte in verschiedenste Projekte reinlugen, ob fertig oder nicht, das war egal, denn die Vorabvisualisierungen des 3D-Artisten halfen mir dabei die Pläne zu verstehen.

Durch die freundliche und lustig-vertraute Atmosphäre hatte ich selten das Gefühl nicht dazu zu gehören. Alle haben mich so gut es geht in den Tages- und Arbeitsablauf eingebunden und obwohl dies wohl nicht mein späterer Berufswunsch ist, lernte ich viel Neues dazu und langweilte mich nie bei meinen Aufgaben. Für Personen, die sich ihre Zukunft gut als Projektmanager, Bauleiter oder vielleicht sogar als Leiter eines Start-Ups vorstellen können, ist dieses Praktikum ideal. Selbst in meinen ganzen zwei Wochen hier, konnte ich mir noch nicht alles angucken. Deshalb würde es sich vor allem lohnen ein vier bis sechs Wochen langes Praktikum hier zu verbringen.

Ein Praktikum bei makasa bietet viele neue Möglichkeiten primär in Sachen Bauen, Bauleitung, Renovierung, Planung aber auch Installation von Heizung, Beleuchtung, Sanitär und Elektrik. Das kleine Start-Up-Unternehmen kann jede Inspiration das Unternehmen noch besser zu machen gebrauchen und ist immer offen für Neues.