Auf zum Baumarkt.

Schonmal zwei drei verschiedene Böden probeliegen.

Sieht ja in dem künstlichen Licht anders aus.

Kennst du das?

Aus „Mal eben schnell schauen“ wird oft ein Ritual. Immer und immer wieder kehrst du zum Baumarkt zurück und suchst deinen Traumboden. Häufig vergeblich.

Das Spielchen wiederholt sich dann wieder bei der Wandgestaltung.

Die romantische Vorstellung vom Hauskauf wird in der Realität dann zum Stressfaktor.

Ist dein Haus oder deine Wohnung erst schlüsselfertig – also veredelter Rohbau – dann kommen noch viel mehr Entscheidungen auf dich zu.

Schwierig in diesem Bau-Dschungel noch einen Überblick zu behalten, oder?

 

Ein erster Überblick

Die spannendste Frage rund ums Bauen – und trotzdem die, die selten in Gesprächen gestellt wird: was kostet der Ganze Spaß eigentlich wirklich?

Als Faustregel gilt: 10 % des Immobilienwerts kostet der Innenausbau von Wänden, Böden und Decken. Weitere 10 % werden für Elektro und Sanitär und auch Fenster und Türen ausgegeben. In Deutschland liegt der Durchschnittswert einer Immobile bei 350.000 €. Somit würde dich in diesem Fall der Ausbau etwa 70.000 € kosten.

Regel Nr. 1: 20 % des Immobilenwertes für Renovierung einplanen

Was heisst das im Detail?

Die Liste der nötigen Handwerker ist lang. Gefühlt endlos.

Zum vollständigen Innenausbau gehören viele verschiedene Handwerksleistungen, z.B. Estrichleger, Bodenleger, Elektriker, Sanitärfachmann für Heizung und Badezimmer sowie Rohre und Leitungen, Fliesenleger, Trockenbauer, Fensterbauer, Schreiner für Türen und Beschläge sowie Maler. Für besondere Wünsche kommen weitere Fachleute und Spezialisten dazu. Du merkst: die Details und Kleinigkeiten müssen für ein schönes Ergebnis bedacht werden.

 

Zahlen, bitte!

Um eine erste grobe Hausnummer an Kosten für den gewünschten Innenausbau zu erhalten, werden Richtpreise pro Quadratmeter kalkuliert.

Das hilft dir bei der ersten Berechnung, z.B. um eine Kaufentscheidung oder die Finanzierung planen zu können.

Hast du zu diesem Zeitpunkt schon deine Wünsche und Bedürfnisse genau festgelegt? Oft wird das erst „später nachgeholt“. Schon jetzt sollten Details aber geklärt sein.

Denke einfach an deinen letzten Autokauf. Da hast du schon vorher gefragt: Hat der TÜV, hat der Sitzheizung, ist das ein Cabrio…

So gehst du am besten auch an den Innenausbau ran!

Quadratmeter-Preise zur Orientierung

Für den bezugsfertigen Innenausbau in einfacher Ausführung ist mit 400 € bis 500 € pro Quadratmeter zu rechnen. Damit erhältst du einen Standard wie er in vielen Mietwohnungen vorzufinden ist.

Ab circa 700 € bis 800 € pro Quadratmeter erreichst du eine qualitativ hochwertige Ausstattung. Die erfüllt zum einen die modernen Ansprüche ans Wohnen, z.B. Datenleitungen, intelligente Haustechnik, Dämmungen bzgl. Temperatur und Akustik, Sicherheitsvorrichtungen etc. Zum anderen – vielleicht noch viel wichtiger – sollte die Ausstattung so nachhaltig sein, dass du nicht nach wenigen Monaten oder Jahren das verwendete Billigmaterial aus Baumarkt & Co. oder der durch Pfusch angerichtete Schaden teuer ersetzen und ausbessern (lassen) musst.

Regel Nr. 2: Einfache Ausstattung ab 400 € pro m² und gehobene Ausstattung ab 700 € pro m²

Versteckte Kosten

Ob beim Bauen oder Renovieren, dir sollte bewusst sein, dass das, was ggfs. vorne durch Einsparung an falscher Stelle eingespart wird, ganz schnell hinten raus Geld kosten kann.

Viel Geld.

Wie kannst du es besser machen? Vermeide unbedingt fehlende oder falsche Planung, falsche oder schlechte Materialien und selbst verständlich zählen auch nicht kompetente oder unzuverlässige Handwerker zum Kostenkatapult dazu. Dazu zählen auch schiefgegangene – manchmal sogar wörtlich genommen – DIY Arbeiten! Selbstverständlich kannst du selber mitanpacken. Bedenke aber unbedingt: das ist deine Lebenszeit und die ist sehr wertvoll!

 

Renovierung hat eine Lebensdauer

Wusstest du, dass der Lebenszyklus einer Wohnimmobilie – je nach Pflege – 30 bis 50 Jahre beträgt? Pro Jahr ist circa 1 % des Immobiliengesamtwertes in die Instandhaltung zu stecken, was im Bundesdurchschnitt circa 3.500 € ausmacht. Teurer wird das, je länger mit der Instandhaltung gewartet wird. Das nennt man Renovierungsstau. Dadurch kann sich der Immobilienwert sichtbar verringern, aber auch durch minderwertigere Materialien bzw. Ausführungen an der Grundsubstanz des Hauses.

Dabei spielt es keine Rolle, ob du die Wohnung oder das Haus zur langfristigen Eigennutzung, zum mittelfristigen Verkauf oder zur Renditeerzielung durch Vermietung nutzt: nichts ist wertvoller für den eigenen Geldbeutel als eine solide Ausführung des Innenausbaus. Oder würdest du ein Auto ohne Lenkrad kaufen?

 

Hausbau – und jetzt mal alle Kosten im Detail

Wenn nach dem Richtfest deines Hauses der fertige Rohbau auf den Innenausbau wartet, fängt die für dich viel wichtigere Arbeit auf der Baustelle erst an.

Dabei denkst du vermutlich ständig ans Geld, schließlich hängt dabei oft eine Finanzierung mit drin bzw. ein limitiertes Budget. Das ist vollkommen normal. So geht es den meisten!

Wer neu baut, z.B. mit Bauträger, mit Fertighausanbieter oder auch in Eigenregie, kalkuliert frühzeitig all die groben Kosten:

  1. Grundstückskosten
  2. Baufreimachen + Anschlusskosten
  3. Baukosten Haus
  4. Makler + Notar + Grunderwerbssteuern
  5. Garten- bzw. Außenanlagen

Gern vergessen oder hinten angestellt werden die Kosten, um es Innen dann auch noch so schön zu machen, damit dein neues Zuhause den Wohlfühl- und Wohncharakter bekommt, den du dir wünschst – für dich selbst oder eben für Verkauf oder Vermietung.

Das liegt daran, dass viele Bauträger oder auch Fertighausanbieter das Objekt „schlüsselfertig“ übergeben, was allerdings auch nur den veredelten Rohbau meint.

Dann sind zwar Haustür und Fenster sowie Zwischenwände bereits gesetzt, aber roher Estrich, unbehandelte Wände und kahle Decken eignen sich wohl kaum zum Einzug, oder?

Wie wird aus deinem Haus ein Zuhause?

Um das Objekt „bezugsfertig“ herzustellen, fallen mindestens im Detail noch folgende Kosten an:

  1. Sanitär- und Klempnerarbeiten
    Rohre und Leitungen für Wasser und ggfs. Heizung in den Wänden müssen verlegt werden.
    Rechne mit: 30-60 € pro Quadratmeter (gilt vor allem für Neubau).
  2. Elektriker
    Verlegung der elektrischen Leitungen für Strom, Beleuchtung und Datenkabel sowie ggfs. für elektrische Heizungslösungen.
    Rechne mit: 50 € bis 100 € pro Quadratmeter Bruttogeschossfläche.
    Beachte: Grobschätzungen in Baukostenkalkulationen berücksichtigen dabei häufig nicht, dass sich unser Verhalten und Wohnen verändert haben und der technische Fortschritt immer mehr und neue Ansprüche mit sich bringt. Ein Lichtschalter, eine Deckenlampe und zwei Steckdosen in einem Schlafzimmer waren vielleicht vor 20 Jahren zeitgemäß. Heute braucht es andere Beleuchtung, häufig eine Datenleitung, und mehrere Steckdosen für TV-Anschluss, Wecker, iPad-Ladekabel, Babyfon & Co.
    Hast du hier auch wirklich an alles gedacht?
  3. Estrichleger
    Der ist notwendig bevor mit dem eigentlichen Bodenbelag begonnen werden kann.
    Rechne mit: ca. 20 € pro Quadratmeter.
  4. Bodenbelag (z.B. Parkett, Vinyl, Fliesen o.ä.)
    Hier ist die Berechnung absolut und stark materialabhängig. Parkett ist häufig die teuerste Lösung. Fliesen sind teurer als Designbelag, doch kann dafür sowohl Landhausdielen-Parkett wie auch Fliesen optisch und mit vorteilhaften Produkteigenschaften kombiniert ersetzen.
    Rechne mit: 20 € auf den Quadratmeter, bei Fliesen eher mindestens 40 € auf den Quadratmeter.
  5. Wände und Decken
    Verspachtelung mit Anstrich, Tapete, Putz sowie Wärmedämmarbeiten o.ä. durch Maler & Co. Eine einfache Regel dabei: je glatter die Wände werden sollen, umso teurer.
    Rechne mit: 80 bis 100 € pro Quadratmeter.
  6. Tischler bzw. Schreinerarbeiten
    Für Fenster- und Türeneinbau sowie ggfs. den Einbau einer Holztreppe und anderer Schreinerarbeiten.
    Rechne mit: normale Fassadenfenster ca. 650 €, bodentiefe Fenster ca. 900 € und Fachfenster ca. 1.200 €. Eine Zimmertür für gute Wohnqualität inkl. Beschlag und Einbaukosten bei circa 250 €.
    Eine Holztreppe wird mit circa 5.000 € bis 10.000 € angesetzt.
  7. Beleuchtung
    Decken- und Wandauslässe, aber auch Stimmungs- oder Fokuslicht zum Beispiel durch Einbaudeckenspots (z.B. in Küche oder Bädern) oder indirekte LED-Stripes im Wohnzimmer oder Schlafbereich gehören zum Innenausbau. Die Dunkelheit in den Herbst- und Wintermonaten wirkt sich auf die Stimmung aus. Deswegen solltest du dir Gedankenmachen, wie wo und wie du Lampen einsetzen wirst.
    Rechne mit: individuelle Anforderung. Auch hier gilt: entscheidest du dich für Design-Klassiker, erhöhen sich die Kosten.
  8. Verschattung durch Rollläden
    Du hast die Wahl: elektrische oder innenliegende Verschattung wie Vorhänge, Jalousien oder Plissees. Dies sind wohlmöglich keine zwingenden Kosten, allerdings werten Sie zum einen die Immobilie auf (Wiederverkaufswert), zum anderen erhöhen Sie massiv die Wohnqualität.
    Rechne mit: 150 € und 250 € pro Fenster bzw. mit 20 € bis 25 € pro Quadratmeter

Regel Nr. 3: Einiges ist Luxus, die Materialauswahl bestimmt stark den Preis. Das meiste ist allerdings unumgänglich.

Beim Hausbau schaut man natürlich ständig aufs Geld. Schließlich ist es eine der intensivsten Investitionen. Bedenke aber: die Ausstattung soll einige Jahre oder Jahrezehnte halten.

Deshalb macht es Sinn, die Ausbaulösungen folgendermaßen zu bewerten:

Kosten heute – Pflegeaufwand morgen.

In Deutschland liegt der Durchschnitt für Ausbauarbeiten bei 70.000 €. Alternativ nimmst du die Formel:

Immobilienwert x 20 % = Innenausbau-Kosten.

 

Typische Kostenfalle

Damit die Ausführung fachgerecht ist, die Kosten nicht unnötig aus dem Ruder laufen, alles ordentlich überwacht wird und du auch wirklich zum vereinbarten Termin einziehen kannst, lässt du einen Fachmann deine Baustelle überwachen. Aber der kostet doch auch – schwirrt vermutlich gerade in deinem Kopf.

Egal, ob du wegen deiner Arbeit zu eingespannt bist oder dir schlicht das Know How fehlt – selbst wenn du handwerklich begabt bist, die ordentliche Baukoordination durch einen Fachmann ist nicht nur ein Hauptfaktor zur Vermeidung der beiden größten Baufallen – Kostenüberzug und Bauzeitverzögerung, sondern gibt dir auch Sicherheit und einen Ansprechpartner bei all den vielen Fragen, die in dieser Zeit aufkommen.

Wusstest du, …

…dass 70% aller Bauprojekte in Deutschland werden teurer als geplant? In über einem Drittel aller Fälle verhindert Unpünktlichkeit und Verspätung den rechtzeitigen Einzug ins neue Zuhause. Und das führt wiederum zu (unnötigen) Mehrkosten und anderen Schwierigkeiten. Im Klartext: Stress pur!
25 % aller Deutsche sind daher nervlich durch die Aufregungen und Anspannungen in der Bauphase gesundheitlich schwer belastet. 10% sogar so stark, dass sie dadurch berufliche Probleme haben.

War dir dieses Risiko bewusst?

Neben all diesen Argumenten spricht auch eine neue EU-Vorgabe an die finanzierenden Banken dafür, die zusätzlichen ca. 15% auf die Ausbaukosten für die professionelle Baubegleitung und Bauabnahme durch einen Fachmann zu beauftragen. Ab 40.000 € Finanzierungsvolumen von ist es sogar Pflicht.

Das gilt auch für Renovierungen, bei denen die gleichen Preise angesetzt werden können, allerdings vorher eben Kosten für den Abriss, Rückbau oder Vorbereitende Maßnahmen zur Herstellung einer Ausbaufähigen Grundsubstanz zugerechnet werden müssen.

 

Und was kostet jetzt die Renovierung?

Hier kommt es auf Untergründe, Bausubstanz, Zustand der Immobilie, vorherige Instandhaltungsmaßnahmen und natürlich auf deine individuellen Wünsche an. Deutschlandweit geben Immobilienkäufer zwischen 25 und 45 Jahren im Durchschnitt ca. 60.000 € für die Renovierung aus.

Um auf der sicheren Seite zu sein – und auf alle Überraschungen vorbereitet zu sein – multiplizierst du den kalkulierten Betrag mal 3. Damit hast du eine gute Größenordnung. Was übrig bleibt, kann später z.B. in einen schönen Urlaub investiert werden.

Und wenn du deine persönlichen Wünsche, Bedürfnisse und Ansprüche deiner Immobilie noch genauer unter die Lupe nehmen lassen möchtest, um eine belastbare Größenordnung für deinen Ausbau oder Renovierung zu haben, nimmst du einfach und bequem ein Ausbau-Styling in Anspruch.

Ob als kostenfreier QuickCheck oder als komplettes Paket mit Konzept, Vorab-Visualisierung, Bauzeit- und Kostenschätzung, gern auch mit optionalem Vor-Ort-Besuch – mit dem Kundeninnovationspreisträger Makasa erhältst du erstmals – und ganz einfach – Antworten auf die Fragen, die dir am dringendsten unter den Nägeln brennen: Was kostet eigentlich dein Innenausbau?!

Schau bei unseren Ausbau-Stylings vorbei oder nehmt direkt Kontakt mit uns auf, um einen unverbindlichen Termin zu vereinbaren.

Ergebnisse unserer bisherigen Projekte findest du hier.